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Sorbischen Obstbäumen - Sprache und Kultur

Vortext:

Durch das Anpflanzen, Pflegen und Ernten von alten typischen/traditionellen sorbischen Obstbäumen im sorbischen Raum der nicht mehr zum Kerngebiet gehört und in dem die Sprache inzwischen fast gänzlich verloren gegangen ist, soll die Sprache wieder sichtbar und vor allem erlebbar werden. In einem positiven Kontext. Eingebunden werden auch Kinder und Jugendliche die sich sowohl mit der sorbischen Kultur (alte Obstbäume und deren Nutzung) als Verwertung des Obstes sowie der Sprache auseinandersetzen werden. Da Kern der Idee die Einbindung der Dorfbewohner ist und sie die Plätze für die Bäume (und Sitzgelegenheiten) zur Verfügung stellen, ist ein dauerndes Bewusstsein für "das Sorbische" zu erwarten. Aus unser Sicht ist es besonders wichtig Ideen im Randbereich um zuzusetzen, um das Zurückdrängen der sorbischen Kultur zu stoppen.

 

Mit sorbischen Obstbäumen Sprache und Kultur erhalten

Sowohl die traditionellen Obstbaumsorten als auch die sorbische Sprache im Randbereich des sprachlichen Kerngebiets zu erhalten, wiederzubeleben und sich mit dieser auseinanderzusetzen, werden im Ortsgebiet sowie der Flurlage Obstbäume gepflanzt. Der Anbau und die umfangreiche Nutzung von Obst zB. für Säfte, Kuchen, Most,.. sind fester Bestandteil der sorb. Kultur. Die Sorten werden ausschließlich alte sorbische Sorten als Hochstamm gepflanzt, um sie zu erhalten und wieder weiterzuverbreiten, jeder Baum wird auch eine Kennzeichnung mit dem Namen auf Sorbisch sowie Informationen zu diesem erhalten. Die Bäume werden in einem digitalen Kataster erfasst, welches auch der Pflege dienen wird. Es wird ein Rundweg (auf bestehenden Wegen) von Baum zu Baum gelegt, der mit einer Karte abgegangen werden kann und insbesondere zur Frühjahrsblüte und in der Erntezeit aufgrund der verschiedenen Früchte ein Erlebnis sein wird. An einigen Stellen wird es auch Sitzplätze (kreativ selbst gebaut) zum Verweilen geben mit Informationen zur sorbischen Vergangenheit des Ortes. Wer Informationen zu jeweils einem Baum haben möchte, fotografiert sich die Informationen am Baum ab um die Karte nicht mit Informationen zu überfüllen und dauerhaft Ressourcen einzusparen. Eingebunden werden die Einwohner des Ortes, die öffentlich zugängliche Standorte zu Verfügung stellen und eine Patenschaft für die auf ihren Flächen stehenden Bäume übernehmen.


Es wird in dem Rahmen auch im sorbischen Kerngebiet nach weiteren eventuell unbekannten/“verschütteten“ Sorten geforscht werden, die dann mit einer Baumschule durch Veredelung erhalten werden. Und vermehrt werden. Diese Bäume werden dann ebenfalls im Projekt gepflanzt.


Die Pflanzungen selbst wird vorzugsweise mit engagierten Kindern/Jugendlich insbesondere der Flächeneigentümer erfolgen. Einige von ihnen setzen derzeit einen kleinen Film zur slawischen/sorbischen Vergangenheit des Ortes um.