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Struktur durch Natur – Lebensadern

Die größte Schwierigkeit, um neue Bäume und Sträucher pflanzen zu dürfen ist es, die Flächeneigentümer oder Pächter zu Überzeugen. Bevor also gepflanzt werden kann, bedarf es Vorarbeit mehrere Monate. Die Eigentümer der Straße und Wege innerhalb der Kommune (Landkreis, Stadtverwaltung, private Eigentümer) und der Felder (Landwirte und private Eigentümer) gilt es zu ermitteln und sie von der Notwendigkeit von Neupflanzungen, falls noch vorhanden aber auch dem Schutz und der Pflege des Bestandes, zu überzeugen. Dies ist ehrenamtlich nicht leistbar, weshalb es laut unseren Recherchen ein ähnliches umfangreiches Projekt im Freistaat Sachsen, durch das die Landschaft einer gesamten Kommune wieder einer Strukturierung durch Grün und damit Lebensadern für Tiere erhält, bisher nicht gibt. Daher möchten wir für dieses Projekt eine kleine Stelle schaffen wofür wir das Preisgeld nutzen, die diese gesamte Vorarbeit leistet.

 

Für die Umsetzung - sprich das Pflanzen und das Pflegen - selbst können wir auf das durch den Freistaat geschaffene Förderprogramm zurückgreifen.

 

Somit eine einmalige Chance, die Förderung wirklich sinnvoll und für eine komplettes grünes Netzwerk nutzen zu können und nicht nur mal eben eine Baumreihe mit den Fördermitteln anzupflanzen (die selbstverständlich auch sinnvoll ist - jedoch für einen Biotopverbund/Grünes Netzwerk eher ein "Tropfen auf den heißen Stein ist). Dieses Projekt ist auch die Voraussetzung, überhaupt belastbar Fördermittel zu beantragen. Denn ohne Zustimmung des Pächters/Flächenbesitzers und ohne konkrete Benennung der Anzahl Bäumen kann kein Förderantrag gestellt werden.

 

Das Gebiet unserer Kommune ist geologisch sehr unterschiedlich. Im Bereich mit starken Hängen wird die "Struktur durch Natur" unter anderem dafür sorgen, dass ein Bodenabtrag durch Kanalisierung von Regenwasser sowie durch Wind stark vermindert wird. An Straßen- und Wegesrändern wird durch die Schattenbildung nicht nur der Fußgänger und Radfahrer vor zu viel Sonne geschützt, es wird auch der Bodenbelag vor Aufheizung geschützt. Kleine Tiere und Insekten gewinnen Schutzräume und Korridore zum Wandern und insbesondere die Bienen werden sich über die neuen Blüten freuen. Generell ist es klimatischer Gewinn da bekanntlich Blattgehölz Feuchtigkeit an die Umgebung abgeben.

 

Gern möchten wir auch bei diesem Projekt heimische, auch vom Aussterben bedrohte Pflanzen nutzen sowie alte Obstbaumsorten Sträucher pflanzen.

 

Letztendlich gehört Vorgenanntes nicht zu den Pflichtaufgaben des Freistaates, Landkreises oder der Kommune. Daher werden diese Themen, wenn überhaupt nur zaghaft oder halbherzig angegangen. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass es nicht daran liegt das vorgenannte Gruppe nicht will, sondern dass es schlicht am Personal und am eigenen Haushalt scheitert.

 

Künftig, so unsere Vorstellung, kann die gewonnene bzw. abfallende Biomasse durch die behutsamen Pflegeschnitte energetisch genutzt oder in die Kreislaufwirtschaft der Kommune mit eingebunden werden.

 

Ein weiterer ökologischer Gewinn.

 

Vorgesehen ist auch eine Schulung der Projektpartner und die Einbindung der Öffentlichkeit.