Bio für Alle - Regional erzeugt und verwertet und Digital vertrieben
Kurz
Es ist die Wertschätzung regionaler Erzeugnisse, die bislang im großen Konsumland Deutschland und auch in Sachsen vor unserer Haustür kaum vorhanden war. Die regionale Wertschöpfung und die Systemrelevanz der unabdingbaren örtlichen Erzeugung von gesunden Lebensmittel wurde uns Verbrauchern in den letzten Jahren - längst überfällig - vor Augen geführt. Die Konjunkturwirkung wird unmittelbar dadurch erzeugt, dass ein in den Startlöchern befindlicher kleiner Biobetrieb starten kann. Darüber hinaus wird Absatz regional erzeugter Produkte generiert. Mittelbar sind Hauptziele des Projektes, geeignete Pflanzen für die örtlichen Gegebenheiten zu finden und vor Ort zu verwerten/zu veredeln und eine Software als Open Source zu entwickeln um effizienter den eigenen und Partner-Bioläden zu beliefern. Das Wiederum schafft regionale Nachfrage nach Produktion von Bioprodukten mit dessen unumstrittenen deutlichen Mehrwerten gegenüber konventioneller konventioneller Landwirtschaft.
Lang
Es soll ein Konzept entwickelt und danach umgesetzt werden, welche Pflanzen unter den vorhandenen Bedingungen (Qualität der Erde, Wasser, Erosion, Licht usw.) in Permakultur-Anbauweise geeignet erscheinen dauerhaft zur Versorgung der Region beizutragen und davon einen kleinen landwirtschaftlichen Biobetrieb gründen zu können. Dazu gehört auch die Prüfung der Lagerung der Produkte sowie die größtmögliche Verwertung vor Ort. So ist geplant Obst, welches nicht Lagerfähig ist und nicht für den sofortigen Verzerr verkauft werden kann zu Fruchtsäften oder Gelee, Spirituosen oder Aromastoffen weiterzuverarbeiten und nicht sofort verkaufbares Gemüse für die Saison ohne Gemüse haltbar zu machen. Dafür soll ein kleiner Dorf-Bioladen entstehen, der 24 h/7 Tage erreichbar sein soll – jedoch vor allem personell effizient geführt wird. Gerade am Personalaufwand schneidern regelmäßig die meisten kleinen regionalen Vertriebe im Wettbewerb mit den großen Discountern.
Schwerpunkt ist somit auch die Entwicklung einer Software für die Warenwirtschaft, die direkt verbunden ist mit einem Online-Bestellshop. Ziel der Software ist es, faire Preise für Erzeuger und Endkunden zu generieren, da die OpenSource Software zu geringen Erstellungskosten genutzt werden kann und somit nicht ein Großteil als Marge auf die Einkaufspreise aufgeschlagen werden muss. Diese Software (weil OpenSource) kann dann auch von weiteren Partnern unter anderem in der Region genutzt werden.
Mittels dieser Software ist es möglich, die gängigste Artikel im kleinem Bioladen vorzuhalten und die restlichen Artikel der Verbraucher/Kunden vorgepackt im „Kundenwarenkorb“ entsprechend Onlinebestellung zur Abholung vorzubereiten. Auch mit nötigen Produkten anderer Produzenten und deren Produkte aus der Region. Die bestellten Produkte der Kunden werden digital an die entsprechenden Produzenten gemeldet und gesammelt an den Bioladen geliefert. Somit kann der Kunde jederzeit einkaufen – lediglich die Abholung ist an festgelegten kürzeren Zeiträumen je Tag. Der Kunde bekommt genau das was er möchte und die Personalkosten/Öffnungszeiten sind effizient auf entsprechend dann hohe Kundenfrequenz „gestrafft“. Es bedarf keiner unnötig hohen Lager- oder Verkaufsfläche mit unendlich vielen Regalen und dergleichen. Denn die Produkte (außer gängige Artikel) werden solange beim Produzenten gelagert bis sie per Bestellung vom Endverbraucher für die Abholung im Bioladen geordert werden. Da diese Software jedoch eine Information von den Produzenten über Verfügbarkeit der Produkte benötigt, muss es eine einfache, praktikable, sehr günstige Software sein die jeder sehr schnell, leicht, intuitiv nutzen und pflegen kann – mit gemeinsamer Datenbank. Bisher ist sowas nicht verfügbar – derzeit werden Excel-Tabellen, Mails, Fax oder Anrufe genutzt.
Das „sich ersparen“ sich weitere Artikel des täglichen Bedarfs (weil oft Bioläden nicht den kompletten Bedarf der Verbraucher abdecken) nicht in anderen Supermärkten Extra einzukaufen reduziert Fahrtwege den CO2-Fußandruck reduzieren. Der koordinierbare Einkauf der regional verfügbaren Produkte wiederum verkleinert auch den nötigen Verkaufspreis des Bioladens an den Endkunden um diesen wirtschaftlich betreiben zu können, was Schritt für Schritt dem Ziel nahekommt, gute gesunde regionale Produkte der gesamten Bevölkerung anbieten zu können und die derzeit vorhandene Spaltung der Endverbraucher in „kann sich gesundes Leben leisten – kann sich gesundes Leben nicht leisten“ beendet.