Energiekonzerne planen neues Atomkraftwerk
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- Veröffentlicht am Montag, 31. Oktober 2011 10:43
Wie die Dow Jones Newswires melden, treiben E.ON und RWE den Ausbau der Atomkraft voran. In Deutschland sind sie durch den politisch gewollten Atomausstieg daran gehindert, deshalb zieht es sie ins Ausland. In Großbritannien planen sie den Bau eines Atomkraftwerkes mit der Leistung von 6 Gigawatt. Umweltorganisationen und Verbraucher sind gefordert.
RWE und E.ON planen in Wales neues AKW
Für 200 Mio GBP wurde am Standort Wylfa in Wales das Grundstück erworben, wie es am Freitag in einer schriftlichen Stellungnahme einer RWE-Sprecherin hieß. Die Arbeit des Gemeinschaftsunternehmens Horizon Nuclear Power gehe wie geplant weiter, erklärte sie.
Die Spekulationen, die beiden deutschen Unternehmen, die durch den geplanten Atomausstieg in Deutschland stark belastet waren, könnten sich aus dem Projekt verabschieden, erwiesen sich damit als unbegründet. Die beiden Unternehmen hatten sich 2009 das Grundstück bei Wylfa für den Bau von Atomkraftwerken sichern lassen und der Grundstückskauf ist ein weiterer Schritt in Richtung Realisierung. Denn ohne den Grundstückskauf wäre die Lizenz nichts wert gewesen. Geplant ist, dass der erste Reaktor 2020 ans Netz geht.
Festhalten an Atomenergie ist eine Gefahr
Das Verhalten der beiden deutschen Energiekonzerne zeigt deutlich, dass sie sich auf keinen Fall aus dem Geschäft mit der hochsubventionierten Atomenergie verabschieden wollen. Wieso auch, ist sie doch der Quell von Milliardenprofiten. Und dieses Verhalten zeigt auch, dass der gewollte Atomausstieg in Deutschland keineswegs so gesichert ist, wie es bisher scheint. Die Energiekonzerne werden nichts unversucht lassen, um ihn wieder rückgängig zu machen. Indem sie immer wieder auf die europäischen Nachbarländer verweisen und dort eine scheinbare Akzeptanz zeigen können, stellen sie den politischen Willen zum Ausstieg in Frage. Umweltorganisationen und Verbraucher sind gefordert, damit die Konzerne auch weiterhin unter Druck gesetzt werden und ein Ausstieg vom Ausstieg unmöglich wird.

