2011 Rekordjahr für den Aufbau von Solarkapazitäten in Deutschland
In Deutschland kommt der Ausbau der Solaranlagen schneller voran, als geplant. Dow Jones Newswires meldet, dass 2011 Anlagen mit einem Wert von ca. 7.500 Megawatt errichtet wurden. Damit sei das Rekordjahr 2010 noch übertroffen worden. Das Planziel für den Netzausbau für das Jahr 2022 könnte bereits 2015 erreicht werden. Indes mehren sich die Stimmen, die einen weiteren Subventionsabbau fordern.
Anlagenausbau übertrifft Rekordjahr 2010
Die Bundesnetzagentur meldet, dass 2011 PV-Anlagen mit einer Leistung von rund 7.500 MW errichtet wurden. Allein im Dezember seien Anlagen mit einer Leistung von 3.000 MW gemeldet worden, was einen neuen Höchstwert darstellt. Dieser hohe Anteil des Monats Dezember kommt nach Angaben von Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, daher, dass viele Hausbesitzer noch kurz vor Jahresende eine Anlage bauen ließen, um in den Genuss höherer Subventionen zu kommen.
FDP-Vertreter fordern weitere Kürzungen der Solarförderung
Kurth mahnt bei den Kürzungen der Solarsubventionen zur Vorsicht. Aus der Bundesregierung kommen dagegen andere Signale - vor allem aus der marktradikalen Splitterpartei FDP. Ihr Vorsitzender Philipp Rösler fordert eine drastische Kürzung, weil Photovoltaik angeblich nur drei Prozent des deutschen Stroms produziere aber rund 50 Prozent der Förderkosten verursache. Kurzsichtige Politik ist man aber von dieser Partei gewohnt.
Ausbau der Solarenergie kann schneller gelingen
Der Präsident der Bundesnetzagentur geht derweil von einem weiteren Zubauboom aus, weil die Anlagenkosten schneller sinken als die Fördersätze. Wenn der jährliche Zubau auf dem Niveau von 7.500 Megawatt bleibt, wären die im Szenariorahmen für den Netzausbau erst für das Jahr 2022 geplanten Werte bereits 2015 erreicht, sagt Kurth. Das ist eine gute Aussicht. Ob sie allerdings mit dieser Regierung und vor allem mit der FDP in der Regierung verwirklicht werden kann, ist fraglich.